Gemeindeversammlung am 03.05.26„Weichenstellungen für die Zukunft unserer Gemeinde“

Der Kirchenvorstand hatte wieder einmal zu einer Gemeindeversammlung eingeladen und über 50 interessierte Gemeindeglieder sind gekommen.
In dieser Versammlung ging es vor allem darum, der Gemeinde Anteil zu geben an Zukunftsüberlegungen, die
auf einer Klausurtagung im März angegangen worden sind.

Die besonderen Herausforderungen, vor denen, wir für die mittelfristige Zukunft stehen, sind:
konkret für unsere Gemeinde ein anstehender größerer Wechsel in ca. 6 Jahren, wenn Pfarrer Peter Busse und die Gemeindepädagogen Angelika und Jörg Bönnemann voraussichtlich in den Ruhestand gehen werden.
Im Hinblick auf die allgemeine Situation der Kirche sind es zurückgehende Einnahmen aus den Kirchensteuern
(prognostiziert ca, 4,5 % jährlich bei fortlaufender Inflation) und deutlich weniger Pfarrerinnen und Pfarrer wie
auch geringere Pfarrstelleanteile in den Gemeinden.

Der Kirchenvorstand ist äußerst dankbar, dass in unserer Gemeinde an vielen Stellen wichtige und richtige Weichenstellungen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten vorgenommen worden sind, die mit dazu beigetragen haben, dass unsere Gemeinde derzeit sowohl finanziell als auch im Hinblick auf den Gottesdienst und das Gemeindeleben verhältnismäßig solide und gut dasteht. Gleichwohl ist es wichtig, für die Zukunft umsichtig und sorgsam zu planen, und diese Planungen sollen nun konkreter in Angriff genommen werden.

Mit dem Leitsatz unserer Kirchengemeinde, der im Jahr 2006, ebenfalls auf einer Klausurtagung, gemeinsam erarbeitet worden war, haben wir uns noch einmal intensiv beschäftigt und ihn grundsätzlich als sehr hilfreich und wegweisend auch für die Zukunft
unserer Gemeinde erfunden. Nur an einer Stelle, im 3. Teil haben wir eine kleine Veränderung vorgenommen und „unserer Gemeinde“ durch „Seiner Gemeinde“ ersetzt.
Um den Leitsatz wieder mehr ins Bewusstsein zu bringen, ist ggf. ein Predigtreihe darüber angedacht.

In den weiteren Beratungen sind uns auflerdem folgende Punkte wichtig geworden, die aber noch weiterer Konkretion bedürfen:

  • Bei allen möglichen überlegungen zu Kooperationen oder Zusammenlegungen muss das wesentliche Ziel im Blick
    bleiben, vor Ort Gemeinde zu bauen; es darf nicht nur darum gehen, die Pfarramtliche Versorgung zu sichern.
  • Der regelmäßige Gottesdienst vor Ort als Mittelpunkt des Gemeindelebens muss erhalten bleiben und bedarf
    fortwährend besonderer Achtsamkeit.
  • Ehrenamtliche zu fördern und zu begleiten muss eine besondere Priorität in der Gemeinde haben.
    Konkret soll der Informationsfluss und die Kommunikations-Struktur verbessert werden, und es wurde dafür eine
    neue WhatsApp Community „Kirchengemeinde Hohenhausen“ eingerichtet und vorgestellt.
  • Wir wollen die Zusammenarbeit vertiefen und aktiv voranbringen mit den Kirchengemeinden Almena, Langenholzhausen und Silixen.
    Wir sind darüber hinaus offen zur Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden, die die Grundausrichtung unseres Leitbilds teilen.
  • Wir wollen ab 2030 konkret Ausschau halten nach einer geeigneten Pfarrperson, wollen auch die Möglichkeit von
    „Interprofesionellen Teams“ im Auge behalten.
  • Wir halten eine 1/2 Gemeindepädagogen-Stelle auf längere Sicht sowohl für notwendig als auch für realistisch.
  • Hauptamtliche Arbeit muss sich weiter verändern: weniger selber Gruppen leiten, mehr Mitarbeiter befähigen.
    Im Bereich des Gospelchores und des Kindergottesdienstes soll gezielt darauf hingearbeitet werden, ein eigenständiges Leitungs-Team zu schaffen
  • Eine mittelfristige Finanzplanung soll vom Finanzausschuss zielgerichtet, aber auch gelassen, in Angriff genommen werden.

Nach der Gemeindeversammlung gab es beim Gemeindemittagessen noch gute Gemeinschaft und angeregte Gespräche.